Das war eine Herzenssache

Geschrieben von rob am November 12, 2013

Der 24-jährige Martin Peterhans spielt seit dieser Saison für den Zweitligisten HC Luzern. Zuvor war der Verteidiger jahrelang bei Prättigau-Herrschaft (2. Liga) engagiert.

 
Interview Michael Wyss, regionalsport@luzernerzeitung.ch

 

Martin Peterhans, wie gefällt es Ihnen beim HC Luzern?

Peterhans: Ausgezeichnet. Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen. Wir haben eine coole Truppe hier. Der Entscheid zum HCL zu wechseln war richtig.

 

Wie kam der Wechsel nach Luzern zustande? Sie spielten die letzten 15 Jahre bei Ihrem Stammverein Prättigau-Herrschaft!

Peterhans: Ich studiere in Horw am Technikum Maschinenbau und suchte in der Region einen Verein, wo ich weiterhin mein Hobby ausüben konnte. Da kam für mich nur der HCL in Frage.

Martin Peterhans HcL 

Warum? Es gibt ja noch andere Vereine in der Region!

Peterhans: In Luzern will man in die Playoffs, das war mir sympathisch. Ich wollte in einer ambitionierten Mannschaft spielen. Auch rein geografisch betrachtet macht es Sinn, wenn ich hier spiele, in der Nähe des Technikums. Doch der Wechsel war auch eine Herzenssache. Ich bin in Luzern aufgewachsen und habe hier meine Wurzeln. Ich lebte die ersten Jahre meiner Kindheit hier, dann zügelten wir ins Bündnerland. Ich bin ein waschechter Stadtluzerner. (er lacht)

 

Im März standen Sie mit Prättigau-Herrschaft im 2. Liga-Playoff-Final der Region Ost! War das Ihr bisheriger grösster Erfolg?

Peterhans: Bestimmt. Das war ein tolles und unvergessliches Erlebnis diese drei Partien gegen den späteren Aufsteiger Weinfelden. Das war eine grosse Überraschung für unseren Verein. Wir hatten eine tolle Qualifikation gespielt und in den Playoffs hatten wir keinen Druck, da wir alle Ziele erreichten und über den Erwartungen standen. Das kam uns sicher gelegen.

 

Eine Finalteilnahme wäre das auch mit dem HCL möglich?

Peterhans: Wenn wir die Playoffs erreichen, ist alles denkbar. Die Qualität im Team ist sicher vorhanden. Wir hatten bei Prättigau-Herrschaft eine eingespielte Truppe, sicher keine Übermannschaft, kämpften aber füreinander und zeigten viel Leidenschaft. Mit der richtigen Einstellung kannst du es weit schaffen. Das weiss ich jetzt aus eigener Erfahrung.

 

Morgen Mittwoch (20:00 Eiszentrum) kommt es zum Spitzenkampf gegen den Leader Dürnten (18 Punkte)! Hat der HCL (14) eine Chance?

Peterhans: Absolut. Wieso sollten wir gegen die Zürcher Oberländer nicht siegen können? Wir sind seit fünf Partien ungeschlagen und sind sehr motiviert, Dürnten die erste Niederlage nach sechs Siegen in Serie zuzufügen. Wir sind heiss auf diese Partie.

 

Gegen Schlusslicht Urdorf hatte der HCL mehr Mühe, als erwartet! Warum?

Peterhans: Wir haben nicht unser Hockey gezeigt und uns nicht auf die eigenen Stärken besinnt, weil wir uns von den teils fragwürdigen Schiedsrichterentscheiden ablenken liessen. Wir konzentrierten uns nicht mehr auf das Wesentliche. Das darf nicht mehr passieren. Wir müssen das eigene Spiel spielen und konzentriert bleiben, egal was passiert. Leider liessen wir uns auch von den unfairen Fouls und aggressiven Gangart der Urdorfer immer wieder provozieren. Das Positive war der Kampfgeist. Wir zeigten viel Charakter nach dem zweimaligen Rückstand und schafften in extremis noch den Sieg. Den Glauben haben wir nie verloren. 


 

Resultate 6. Runde.

Bassersdorf – Illnau-Effretikon 1:9. Schaffhausen – Dürnten 2:4. Chiasso – Valle Verzasca 8:3.Zug – Wetzikon 0:8. Küssnacht – Bellinzona 5:4 n.V.. Urdorf – HC Luzern 3:4 n.V.

 

Nächste Runden

Mittwoch. HC Luzern – Dürnten 20:00 Eiszentrum Luzern. Küssnacht – Schaffhausen 20:15 Rigihalle. Donnerstag. Valle Verzasca – Zug 20.00 Sonogno. – Samstag. Dürnten - Küssnacht 17.30 Bäretswil. Zug – Illnau-Effretikon 18:00 Trainingshalle. – Sonntag. Bassersdorf – HC Luzern 19:30 Kolping Arena Kloten.

 

Urdorf – Luzern 3:4 n.V. (0:1, 2:0, 1:2, 0:1)

Weihermatt. – 150 Zuschauer. – SR Wagner, Brägger. – Tore: 16. Bächler (Supersaxo) 0:1. 33. 1:1. 39. 2:1. 42. Bächler (Matter, Supersaxo) 2:2. 53. 3:2. 60. Tobler (Lustenberger) 3:3. 61. Tobler (Renfer) 3:4. – Strafen: 12-mal 2 plus 3-mal 10 plus 1-mal 20 Minuten (Spieldauerdisziplinarstrafe) gegen Urdorf; 7-mal 2 plus 1-mal 5 plus 1-mal 10 plus 1-mal 20 Minuten (Spieldauerdisziplinarstrafe Markus Walker) gegen Luzern.

 

Zug – Wetzikon 0:8 (0:3, 0:3, 0:2)

Trainingshalle. – 40 Zuschauer. – SR Jörg, Hemmi. – Tore: 3. 0:1. 5. 0:2. 19. 0:3. 23. 0:4. 26. 0:5. 40. 0:6. 51. 0:7. 58. 0:8. – Strafen: 9-mal 2 plus 1-mal 10 plus 1-mal 20 Minuten (Spieldauerdisziplinarstrafe Thomas Hohl) gegen Zug; 8-mal 2 Minuten gegen Wetzikon.

 

Küssnacht – Bellinzona 5:4 n.V. (3:1, 1:1, 0:2, 1:0)

Rigihalle. – 80 Zuschauer. – SR Bertolo, Knecht. – Tore: 1. Zürcher (Niklas Maurenbrecher) 1:0. 6. Andreas Hubli (Tobias Hubli, Stalder) 2:0. 11. 2:1. 17. Andreas Hubli (Tobias Hubli, Stalder) 3:1. 30. Huser (Baggenstos) 4:1. 38. 4:2. 52. 4:3. 59. 4:4. 62. Niklas Maurenbrecher 5:4. – Strafen: 5-mal 2 Minuten Küssnacht; 5-mal 2 plus 1-mal 10 plus 1-mal 20 Minuten (Spieldauerdisziplinarstrafe) gegen Bellinzona.

 

Rangliste. 2. Liga Gr 1 (alle 6 Spiele). 1. Dürnten 18. 2. Wetzikon 15. 3. HC Luzern 14. 4. Illnau-Effretikon 12. 5. Schaffhausen 10. 6. Chiasso 10. 7. Küssnacht 8. 8. Bassersdorf 6. 9. Zug 5. 10. Valle Verzasca 5. 11. Bellinzona 3. 12. Urdorf 2.


Archiv

logoKLEHV_small_Original.png

Partnerverein EHC Engelberg
Powered by KLARA now AG