Habisreutinger: "Uns wird nichts geschenkt“

Geschrieben von rob am November 7, 2013

Der HC Luzern (2. Liga Gr 1) bleibt auch im vierten Spiel in Serie ungeschlagen. Gegen ein physisch starkes Schaffhausen zeigte das Team von Trainer Marcel Habisreutinger eine enorme Willensleistung.

 

„Ich bin bis auf die Startniederlage gegen Zug sehr zufrieden mit unseren bisherigen Auftritten. Die Spieler entwickeln sich sehr positiv. Es macht mir Spass, hier Trainer zu sein“, freute sich Marcel Habisreutinger nach dem 6:4-Sieg über Schaffhausen. Freude hatten auch die rund 260 Zuschauer im Eiszentrum. Sie sahen einen beherzten HCL, der leidenschaftlich spielte und den robusten Munotstädtern die erste Niederlage beifügte. Überragend war Luzerns Keeper Steve Cottier, der stark parierte und erneut zum Matchwinner avancierte. Positiv war, wie das  Team auf den frühen 0:2-Rückstand reagierte. Habisreutinger: „Mein Team zeigte in dieser Phase viel Charakter. Die Moral stimmt, auch mental sind wir stark.“ 

Marcel Habisrreutinger, Trainer HC Luzern

Übler Check  

Dass die HCL Spieler überhaupt wieder ins Spiel fanden und sich konzentrieren konnten, war keine Selbstverständlichkeit. HCL-Spieler Oliver Studer blieb nach einem üblen und unfairen Check von Schaffhausens Topskorer Lukas Buff in der 16. Minute regungslos auf dem Eis liegen und wurde mit den Notruf ins Spital überbracht. „Die Situation war nicht einfach für uns Spieler. Wir wussten nicht wie es um Oliver steht. Wir haben für ihn gefightet und die Antwort auf diese Attacke auf dem Eis gegeben“, so der zweifache HCL Torschütze Dominic Bächler (Stürmer). Studer erlitt eine Hirnerschütterung, Schnittwunden im Gesicht, zwei gebrochene Zähne und ziemlich sicher dürfte auch die Nase gebrochen sein.       

 

„Weiter hart arbeiten“ 

Zurück zum Sportlichen: Nach dem ersten Qualifikationsviertel hat sich der HCL (vier Siege und eine Niederlage) zum Playoffanwärter gemausert. Die Luzerner liegen drei Punkte hinter dem souveränen Leader Dürnten. Mit Bellinzona (5:3), Illnau-Effretikon (6:2) und Schaffhausen (6:4) wurden nun gleich drei Mitkonkurrenten im Kampf um die Top 4 besiegt. Habisreutinger: „Mit diesen Auftritten haben wir gezeigt, dass wir Qualität haben und in die Finalrunde wollen. Doch in dieser Liga wird uns nichts geschenkt. Wir müssen weiter hart arbeiten. Der Grat ist schmal, auf dem wir uns bewegen. Es braucht gegen jeden Gegner 60 Minuten vollste Konzentration und Einsatzbereitschaft. Schlechte Gegner gibt es in dieser Liga praktisch keine mehr.“ Nicht auf die leichte Schulter dürfen die Luzerner deshalb die kommende Aufgabe nehmen. Am Samstag (20:00 Weihermatt) gastiert die Habisreutinger-Equipe beim Schlusslicht Urdorf.

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch

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