HCL braucht nun fremde Schützenhilfe

Geschrieben von rob am Januar 22, 2014

Der Zweitligist HC Luzern zeigte bei seinem Gastauftritt gegen Dürnten eine ganz starke Vorstellung. Trotz eines beherzten Auftrittes setzte es eine 2:3-Niederlage ab. Die Playoffs sind damit in weite Ferne gerückt.   

 

60 Minuten forderten die Luzerner in der Eishalle Bäretswil den Favoriten Dürnten. „Wir standen auf Augenhöhe und konnten mit den Zürchern mithalten. Umso mehr schmerzt es, dass wir mit null Zählern aus diesem Duell gehen. Das haben wir nicht verdient“, zeigte sich HCL-Captain Andreas Trinkler frustriert. Es war wohl einer der besten Auftritte der Habisreutinger-Equipe in der laufenden Meisterschaft. Der HCL spielte gegen den Tabellenzweiten keck auf, überzeugte im Kollektiv und hatte mit Jungtalent Stefan Märchy einen überragenden Keeper in seinen Reihen. Ein erfolgreiches Comeback nach seiner sechswöchigen Verletzungspause feierte Stürmer Robert Tobler mit zwei Treffern. Trinkler: „Ich bin trotz allem stolz auf das Team. Was es heute gezeigt hat, verdient Respekt und Anerkennung. Nun müssen wir uns auf das nächste Spiel fokussieren. Noch haben wir minime Playoffchancen.“ Allerdings beträgt die Hypothek auf Konkurrent Illnau-Effretikon (3:1-Sieg über Chiasso) nun sieben Punkte. Und das dürfte vier Runden vor Schluss ein Ding der Unmöglichkeit darstellen, oder? „Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass es schwierig wird. Doch jedes Spiel muss zuerst gespielt sein. Gewinnen wir alle vier Partien, ist weiterhin alles möglich“, zeigt sich Trinker selbstbewusst. 

 

Fremde Schützenhilfe  

Fakt ist, dass der HCL nebst vier Siegen noch auf fremde Schützenhilfe hoffen muss. Illnau-Effretikon benötigt sicher noch sechs Punkte für die definitive Qualifikation aus den Begegnungen gegen Zug (h), Bellinzona (h), Schaffhausen (a) und Dürnten (a). Immer vorausgesetzt, der HCL holt auch zwölf Punkte. Im Fall einer Punktgleichheit nach dem 22. Spieltag, wäre der HCL in den Playoffs, weil er im Direktvergleich einen höheren Sieg  verbuchen konnte: Luzern siegte 6:2 und Illnau-Effretikon gewann 4:3. Luzerns Restprogramm: Bassersdorf (h), Küssnacht (a), Chiasso (a) und Wetzikon (h). Das Zünglein an der Waage spielt nun der EVZ II, welcher auswärts auf Illnau-Effretikon trifft. Punktet oder gewinnt die Equipe von Trainer Franz Wunderlin am Samstag sogar, wäre der HCL weiter im Rennen um Rang vier, wenn Luzern die Pflicht gegen Bassersdorf erfüllt.     

 

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch

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