Wir brauchen diese Derbys

Geschrieben von rob am November 26, 2013

Für den 25-jährigen HC Luzern Spieler Marcel Hebler war das Zweitliga-Duell gegen Küssnacht etwas Spezielles. Grund: Der Stürmer war auch schon bei den Rigidörflern engagiert. 

Marcel Hebler: „Wenn du verlierst, musst du es noch Monate später hören.“

 

„Diese Duelle gegen unsere Kantonsnachbarn sind wichtig, wir brauchen sie. Die Partien gegen Küssnacht oder Zug sind Highlights. Das bereichert die Meisterschaft“, weiss Marcel Hebler, der auch schon drei Saisons im Rigidorf stürmte. In diesen Duellen geht es nicht nur um wichtige Zähler, sondern auch um das Prestige, wie Hebler aus Erfahrung weiss: „Wir Spieler kennen uns untereinander sehr gut. Es gibt einige Akteure, die schon in beiden Teams spielten. Niederlagen in diesen Duellen tun deshalb besonders weh. Wenn du verlierst, musst du es noch Monate später hören.“ Solche Duelle locken auch vermehrt Zuschauer in die Stadien. Wie sieht das Hebler? „Das ist so und stelle ich auch fest. Die Stimmung ist besser, weil auch mehr Personen diese Partien verfolgen. Derbys geniessen halt einen anderen Stellenwert, als wenn du gegen ein Valle Verzasca, Urdorf oder Bassersdorf spielen musst.“ Und wie wichtig war der 7:4-Sieg gegen Küssnacht? Hebler:  „Enorm wichtig. Auf dem Weg in die Playoffs benötigten wir diese drei Zähler. Wir wurden der Favoritenrolle gerecht. Doch wir zeigten nicht unser bestes Eishockey. Doch es reichte. Es war ein intensiver und unterhaltsamer Fight. Ein Offensivspektakel mit elf Treffern. Denke, dem Publikum hat es gefallen.“

marcel Hebler hcl

„Starke Konkurrenz“

Die Luzerner konnten damit den dritten Rang erfolgreich festigen. Nach der 1:6-Niederlage Dürntens bei Wetzikon im Zürcher Oberland-Derby vor 1015 (!) Zuschauern, hat das Team von Trainer Marcel Habisreutinger nur noch vier Punkte Rückstand auf die Spitze. Mit sieben Siegen und zwei Niederlagen ist der HCL weiterhin auf Playoffkurs. Hebler: „Wir stehen verdientermassen an dritter Stelle. Doch wir müssen weiter hart arbeiten, denn die Konkurrenz ist stark. Illnau-Effretikon (17), Schaffhausen und Chiasso (beide 16) wollen auch unter die Top 4. Wir spüren sie im Nacken“. Am Samstag (20:00 Eiszentrum) kann der HCL einen weiteren Schritt Richtung Aufstiegsspiele machen. Nämlich mit einem Sieg gegen Chiasso. „Nichts anderes zählt. Der Dreier ist Pflicht. Es braucht ein perfektes Spiel von uns. Wir dürfen uns gegen die Tessiner keine Schwächephasen erlauben, wie noch gegen Küssnacht.“ Vor allem wird gegen die heissblütigen Südschweizer viel Disziplin vom HCL gefordert. Mit einem Sieg nach 60 Minuten könnte man die Tessiner, die überraschend gegen Bassersdorf mit 4:5 tauchten, bis auf sieben Zähler distanzieren.        

 

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch

 

Eishockey 2. Liga Gr 1 

 

Resultate. Valle Verzasca – Schaffhausen 3:10. Wetzikon – Dürnten 6:1. Urdorf – Zug 3:4. HC Luzern – Küssnacht 7:4. Bellinzona – Illnau 0:2. Bassersdorf – Chiasso 5:4.

 

Nächste Runde. Samstag. Küssnacht – Wetzikon, 18:00 Rigihalle. Zug – Bassersdorf, 18:00 Trainingshalle. HC Luzern – Chiasso, 20:00 Eiszentrum. 

 

Rangliste (alle 9 Spiele): 1. Wetzikon 24. 2. Dürnten 24. 3. HC Luzern 20. 4. Illnau 17. 5. Schaffhausen 16. 6. Chiasso 16. 7. Zug 12. 8. Bassersdorf 11. 9. Küssnacht 8. 10. Bellinzona 6. 11. Valle Verzasca 5. 12. Urdorf 3. 

 

HC Luzern – Küssnacht 7:4 (3:1, 2:2, 2:1) 

Eiszentrum. – 300 Zuschauer. – SR Hard, Vendrame. – Tore: 9. Zürcher (Christen, Knobel) 0:1. 10. Supersaxo (Burkart, Tobler) 1:1. 12. Tobler (Burkart) 2:1. 17. Walker (Renfer, Trinkler) 3:1. 22. Niklas Maurenbrecher (Zürcher) 3:2. 23. Christen (Jud) 3:3. 28. Kücük (Emmenegger) 4:3. 35. Burkart (Stock, Peterhans) 5:3. 48. Tobler (Burkart) 6:3. 54. Tobler (Burkart, Renfer) 7:3. 56.  Henrik Maurenbrecher (Knobel) 7:4. – Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Luzern; 2-mal 2 Minuten gegen Küssnacht.

 

Urdorf – Zug 3:4 (0:0, 1:1, 2:3)

Weihermatt. – 90 Zuschauer. – SR Stüssi, Bopp. – Tore: 26. Roman Marti (Tedesco, Stämpfli) 0:1. 28. 1:1. 45. 2:1. 45. Diener (Guidon, Roman Marti) 2:2. 55. Arnold (Guidon) 2:3. 58. Nussbaumer (Guidon) 2:4. 60. 3:4. – Strafen: 7-mal 2 plus 1-mal 10 Minuten gegen Urdorf;  6-mal 2 plus 1-mal 10 Minuten gegen Zug.

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